I’m painting in the rain

Ein spontaner Minitrip in den Harz
30.6.-1.7.2024

02.07.2024

Viel Regen, Natur, Aquarell und Ruhe im Harz.

A short trip into the nationalpark Harz

Ich wohne zwar schon am Rand von Hamburg, aber ich sehne mich trotzdem oft nach Natur pur. Einfach mal die Beine baumeln lassen und eins sein mit der Natur – raus aus der Stadt. Ich glaube, das Universum hat meinen Wunsch erhört, denn durch Zufall habe ich erfahren, dass ein Hotel im Harz sein dreijähriges Jubiläum feiert. Warum das relevant ist? Zum Jubiläum hat das The Heart Hotel seine Zimmer für 3 € plus Spendenbetrag für einen lokalen Baumverein angeboten. Ich habe dann einfach mal nachgefragt und bekam zunächst eine Absage. Leider hatte auch niemand Zeit, mit mir in den Harz zu fahren. Es schien, als sollte es nicht sein. Doch dann habe ich kurzfristig über die Nachrückliste doch noch einen Platz bekommen. So ging es dann am Samstagmorgen mit dem Nahverkehr nach Braunlage.

Für den ersten Tag hatte ich mir eine Route in der Nähe rausgesucht, die ca. 13 km lang war. Ich muss gestehen, dass ich nicht so viel erwartet habe. Nach ca. 45 Minuten Fußmarsch kam ich in wilderen Naturgegenden an und war sprachlos vor Glück, Freude und Staunen. Der Harz ist wirklich wunderschön! An einem kleinen Wasserfall machte ich meinen ersten Halt und packte prompt meine Malutensilien aus. Nach dieser kurzen Pause ging es weiter und ich war total beeindruckt. Ich bin niemandem begegnet. Ich war ganz allein und umgeben von Vogelgezwitscher, meinen eigenen Schritten auf dem Boden und dem Rauschen der Bäume. Und immer wieder das Plätschern des Regens. Ich war echt froh, dass ich meine Regenjacke und -hose dabei hatte. Zwischendurch war es auch mal wieder trocken genug für eine zweite Pause. Also holte ich meine Malutensilien am Stein des „Bösen Hund“ nochmal raus und malte diesmal extra kleiner. Ich wollte im Trockenen malen und auch im Hellen wieder nach Hause zurückfinden.

Die zweite Hälfte war dann leider nicht mehr ganz so spektakulär, was die Natur betraf, da ich in das Skigebiet abgedriftet war. Oben auf dem Berg angekommen, regnete es stark und alles war grau, feucht und nebelig. Es war super unheimlich, da alles verlassen war. Es hatte etwas von einem verlassenen Freizeitpark. Trotz des leichten Unwohlgefühls war es trotzdem sehr spannend! Der Rest des Weges war dann nicht mehr so spektakulär. Im Hotel angekommen, genoss ich noch eine Runde Sauna und ging dann schlafen.

Am zweiten Tag starte ich in Bad Harzburg. Durch den Laubwald geht es den Berg hoch. Bis auf ein paar Highlights war ich nicht so beeindruckt von der Route. Es waren zu viele breite Wege involviert, die Autos und Busse längsfahren konnten. Aber es gab natürlich trotzdem Momente, die mich vor Ehrfurcht und Freude innehalten lassen haben. Besonders schön war es auch, gemütlich auf einem kleinen Überhang im Regen Tee zu trinken und den Blick durch die regenverhangenen Wälder schweifen zu lassen. Außerdem kam mein Regenschirm endlich zum Einsatz. Tatsächlich habe ich eine Runde im heftigen Regen gemalt und versucht mein Bild vor dem regen zu schützen. Aquarell und von oben kommendem Wasser vertragen sich nicht so gut. Auch das Trocknen der Farbe gestaltete sich schwer. Dennoch war ich glücklich, dass ich einen der schönsten Teile der Route so festhalten konnte.

Ich habe euch hier einmal meine Wanderrouten von komoot verlinkt. Wenn ihr dazu Fragen habt, stellt sie gerne in den Kommentaren!

Route von Braunlage: https://www.komoot.com/tour/1680166970?ref=avs&share_token=auSKTQ0L6T3ctJ44fy2ZNXDYBu95GN4o2CMEllQqJOQ4XOXccT
Anmerkung: Der erste Teil der Route ist toll! Sobald man richtung Skigebiet geht, ist die Natur nicht mehr so wild. Das hat mir persönlich nicht so gefallen.

Route von Bad Harzburg:
https://www.komoot.com/tour/1681084103?ref=avs&share_token=aVBnFq0nZs0v32PHEpZ1CnLmwWzgJrCG62qvB22isNc1ZPFDmk
Anmerkung: Wer Naturpur sucht sollte sich lieber eine andere Route raussuchen.

So oder so: Das Mini-Solo-Abenteuer hat mir sehr gut gefallen und die insgesamt 12 Stunden Fahrt mit der Bahn waren es absolut wert. Ich habe jetzt ein besseres Bild von Deutschland und seiner Natur, das hätte ich nie gedacht!

English version: I may live on the outskirts of Hamburg, but I still often long for pure nature. Just letting my legs dangle and being at one with nature – away from the city. I think the universe has granted my wish, because I found out by chance that a hotel in the Harz Mountains is celebrating its third anniversary. Why is that relevant? To mark its anniversary, The Heart Hotel was offering its rooms for €3 plus a donation to a local tree society. I simply asked and was initially turned down. Unfortunately, no one had time to travel with me to the Harz Mountains. It seemed like it wasn’t meant to be. But then I got a place on the back-up list at short notice. So on Saturday morning I took the local train to Braunlage.

For the first day, I had picked a route nearby that was about 13 km long. I have to admit that I wasn’t expecting so much. After about 45 minutes of walking, I arrived in wilder natural areas and was speechless with happiness, joy and amazement. The Harz Mountains really are beautiful! I made my first stop at a small waterfall and promptly unpacked my painting equipment. After this short break, I continued on and was totally impressed. I didn’t meet anyone. I was all alone and surrounded by birdsong, my own footsteps on the ground and the rustling of the trees. And the sound of the rain again and again. I was really glad that I had my rain jacket and trousers with me. Occasionally it was dry enough for a second break. So I got my painting utensils out again at the „Bad Dog“ stone and painted a little smaller this time. I wanted to paint in the dry and find my way back home in the light.

Unfortunately, the second half wasn’t quite as spectacular in terms of nature, as I had drifted into the ski area. At the top of the mountain, it was raining heavily and everything was gray, damp and foggy. It was super eerie as everything was deserted. It had the feel of an abandoned theme park. Despite the slight feeling of unease, it was still very exciting! The rest of the way was not so spectacular. Once I arrived at the hotel, I enjoyed another round in the sauna and then went to sleep.

On the second day, I started in Bad Harzburg. I hiked up the mountain through the deciduous forest. Apart from a few highlights, I wasn’t that impressed with the route. There were too many wide paths involved for cars and buses to drive along. But of course there were still moments that made me pause in awe and joy. It was also particularly nice to drink tea comfortably on a small overhang in the rain and let my gaze wander through the rain-covered woods. I also finally got to use my umbrella. I actually painted a round in the heavy rain and tried to protect my painting from the rain. Watercolor and water coming from above don’t get along so well. It was also difficult for the paint to dry. Nevertheless, I was happy that I was able to capture one of the most beautiful parts of the route.

I have linked my hiking routes from komoot here. If you have any questions, feel free to ask them in the comments!
Either way, I really enjoyed the mini solo adventure and the 12-hour train journey was absolutely worth it. I now have a better picture of Germany and its nature, which I would never have thought!

Route from Braunlage: https://www.komoot.com/tour/1680166970?ref=avs&share_token=auSKTQ0L6T3ctJ44fy2ZNXDYBu95GN4o2CMEllQqJOQ4XOXccT
Note: The first part of the route is great! As soon as you head towards the ski area, nature is no longer so wild. I personally didn’t like it that much.

Route from Bad Harzburg:
https://www.komoot.com/tour/1681084103?ref=avs&share_token=aVBnFq0nZs0v32PHEpZ1CnLmwWzgJrCG62qvB22isNc1ZPFDmk
Note: If you are looking for a natural trail, you should rather choose another route.

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